Hochsensibilität im Horoskop erkennen!

 

 

Hochsensibilität ist hervorragend im individuellen Geburtshoroskop erkennbar!

 

Man kann dies in der Regel sehr leicht erkennen, etwas zur Stärke der Hochsensibilität sagen und verschiedene Facetten der individuellen Qualität der Hochsensibilität genauer erfassen und ausdifferenzieren.

 

Hieraus lassen sich dann auch Strategien und Tipps für eine verbesserte Umgangsweise damit zielgerichteter ableiten.

 

 

Hochsensibilität

 

Hochsensibilität (deutsche Terminologie uneinheitlich; auch: Hochsensitivität, zuweilen auch missverständlich: Hypersensibilität oder Überempfindlichkeit) bezeichnet ein psychologisches und neurophysiologisches Phänomen.

Betroffene nehmen Sinnesreize viel eingehender wahr, verarbeiten diese tiefer und reagieren auch dementsprechend stärker darauf als der Bevölkerungsdurchschnitt. Bisher gibt es jedoch keine eindeutige und allgemein anerkannte neurowissenschaftliche Definition des Phänomens Hochsensibilität, da die wissenschaftliche Forschung dazu (High-Sensitivity-Forschung) noch ganz am Anfang steht.

 

 

Wissenschaftlicher Hintergrund

Es handelt sich bei Hochsensibilität nicht um eine „psychische Störung“ oder „Erkrankung“, sondern eine psychologische und neurophysiologische Ausprägung, die bei etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung vorkommen soll. Es wurden mehrere Theorien zur Erklärung des Phänomens Hochsensibilität entwickelt, die bislang noch nicht neurowissenschaftlich bestätigt werden konnten. Als wahrscheinlich werden erbliche und auch entwicklungspsychologische Faktoren für die Ausbildung dieser speziellen neuronalen Merkmale diskutiert (s. u.). Elaine Aron nennt als Beleg die Zwillingsforschung, die unter anderem eine signifikante familiäre Häufung der Hochsensibilität erkennen lasse und für einen stärkeren genetischen Einfluss spreche. Ohne eine abgeschlossene neurowissenschaftliche Theorie bleiben jedoch Ursachen und Mechanismen unklar.

Erklärt wird diese von Aron sensory processing sensitivity genannte höhere Empfindlichkeit mit einer besonderen Konstitution der Reize verarbeitenden neuronalen Systeme. Dabei handelt es sich nicht um eine von Aron von Grund auf neu entwickelte Theorie – bereits Jerome Kagan, Alice Miller, Carl Gustav Jung und Iwan Petrowitsch Pawlow beschäftigten sich mit der Erscheinung der erhöhten Sensitivität innerhalb der menschlichen Spezies, ohne jedoch eine ausreichend fundierte theoretische Basis zu schaffen. Einem Erklärungsansatz zufolge stufe der Thalamus bei hochsensiblen Personen (HSP) mehr Reize als „wichtig“ ein, die dann das Bewusstsein erreichten.

 

 

Allgemeine Merkmale

Die Bandbreite möglicher Erscheinungsformen von Hochsensibilität wird als sehr groß dargestellt. Je nach individueller Ausprägung der Hochsensibilität sollen praktisch alle Arten von Sinneseindrücken stärker und damit detaillierter wahrgenommen werden können; häufig wird auch von höherer Intensität des Empfindens von Stimmungen der Mitmenschen berichtet. Intellektuell erfahre man sich zum Teil als intensiver und gründlicher analysierend, mit einer Neigung zur Spiritualität. In diesem Zusammenhang wurde auch eine mögliche Verbindung zwischen Hochbegabung und Hochsensibilität diskutiert, der jedoch bislang wissenschaftlich noch ungeklärt ist. Von Aron und in der Selbsthilfe- und Ratgeberliteratur werden weitere Eigenschaften als charakteristisch für Hochsensibilität dargestellt und mit dem Phänomen der Hochsensibilität in Verbindung gebracht, die bisher jedoch wissenschaftlich nicht widerlegt oder bestätigt wurden:

  • intensives Empfinden und Erleben der Umgebung; Sinneseindrücke werden tiefer, intensiver und detaillierter wahrgenommen. Dies wird zuweilen mit bloßer ‚Nervosität‘ (= ‚psychische Unruhe‘) und ‚Überempfindlichkeit‘ verwechselt, jedoch ist die Ähnlichkeit rein äußerlicher Natur. Überempfindlichkeit im profanen Sinne ist meist eine persönlich unverhältnismäßig starke Reaktion auf Reize, die nicht mit erhöhter Bandbreite der Wahrnehmung einhergehen muss, was bei einer hochsensitiven Person (HSP) fast immer der Fall ist.
  • ausgeprägte subtile oder detailreiche Wahrnehmung (vielschichtige Fantasie und Gedankengänge) einer Situation bei hoher Verarbeitungs- und Verknüpfungstiefe kann u. U. neue Wahrnehmungsbereiche und ungewöhnliche Zusammenhänge oder Sichtweisen erschließen
  • psychosoziale Feinwahrnehmung (Befindlichkeiten, Stimmungen und Emotionen anderer Menschen werden leichter und detaillierter erkannt) und hohe Empathie
  • hohe Begeisterungsfähigkeit, vielseitige Interessen
  • stärkere Beeinflussbarkeit durch Stimmungen anderer Menschen
  • ausgeprägtes intuitives Denken, häufig verbunden mit der Fähigkeit zu lateralem und multiperspektivischem Denken
  • langer emotionaler „Nachklang“ des Erlebten
  • intensives Erleben von Kunst und Musik
  • ausgeprägtes Langzeitgedächtnis
  • intensivere Beschäftigungen mit allen Details und Aspekten einer Sache oder Situation und gründlichere Reflexion, bevor eine Entscheidung getroffen wird (Gewissenhaftigkeit und Detailverliebtheit), was in Beruf und Alltagsleben auf Unverständnis stoßen kann
  • Neigung zu Selbstkritik und Perfektionismus
  • stärkere Anfälligkeit für Stress, Leistungsdruck und Zeitknappheit
  • Denken in größeren Zusammenhängen
  • Gerechtigkeitssinn, starke Werteorientierung
  • Harmoniebedürfnis
  • hohe Eigenverantwortung und Wunsch nach Unabhängigkeit 
  • meist vielschichtige, komplexe Persönlichkeit (Instabilitäten wie bei Borderlinebipolaren StörungenPsychosen o. ä. sind kein Merkmal der Hochsensibilität; dennoch können solche als Folge einer psychischen Erkrankung durchaus präsent sein)
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • stärkere Reaktionen auf Medikamente, Alkohol und Koffein
  • Durch die stärkere Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken und innere Reflexion der Umgebung soll Hochsensibilität häufiger in Verbindung mit Charaktereigenschaften wie Introversion auftreten, oft in Verbindung mit Unsicherheiten hinsichtlich der eigenen Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen in der Kommunikation mit anderen und intensivem Erleben zwischenmenschlicher Beziehungen. Der häufig postulierte Zusammenhang zwischen Introversion und Hochsensibilität ist jedoch nicht eindeutig. Es gibt empirische Evidenz dafür, dass die Konzepte der sozialen Introversion, negativer Emotionalität, Gehemmtheit und Schüchternheit vom Konzept der Hochsensibilität zu trennen sind.

    Hochsensibilität wird nicht als einheitliches Merkmal verstanden, sondern dahingehend interpretiert, dass es verstärkt in unterschiedlichen Bereichen (sensorisch, emotional, kognitiv) und verschiedenen Ausprägungen auftritt. Viele hochsensible Menschen sind Mischtypen, bei denen eine erhöhte Sensibilität in mehr als einem Bereich auftritt. Dabei werden oft folgende Grundtypen unterschieden:

  • Sensorisch hochsensible Menschen besitzen eine besonders feine Sinneswahrnehmung, nehmen Sinneseindrücke außerordentlich intensiv und detailliert wahr und verarbeiten diese eingehender. Sie können sich also beispielsweise durch eine besondere akustische Feinwahrnehmung (z. B. Geräusche, Stimmen, Töne, Musik), eine ausgeprägte Wahrnehmung von Gerüchen und/oder Geschmackseindrücken, eine besonders detaillierte Wahrnehmungsfähigkeit für optische Eindrücke (Licht, Farben, Formen, Muster, feine Details, Ästhetik, periphere, multifokale oder eidetische(fotografische) Wahrnehmung, Wahrnehmen und Analysieren komplexer optischer Szenerien mit vielen Informationen ähnlich einer hochauflösenden Foto- oder Filmkamera) oder einen feinen Tastsinn auszeichnen. Häufig sollen sie auch besondere Begabungen in musischen, künstlerischen, ästhetischen Bereichen besitzen, aber auch zu besonderer Empfindlichkeit gegenüber Sinneseindrücken und zu Reizüberlastung neigen.
  • Emotional hochsensible Menschen reagieren besonders auf Feinheiten im zwischenmenschlichen Bereich und verfügen über große Empathie. Sie sind mitfühlend, hilfsbereit und oft besonders gute und genaue Zuhörer mit großer zwischenmenschlicher Intuition. Nachteile sind oft, dass sie leicht Stimmungen und Probleme ihrer Mitmenschen in sich aufnehmen und mitempfinden und von der Last ihrer Wahrnehmungen überfordert werden. Zuweilen reagieren sie in Gesprächen auf die Untertöne des Gesprächspartners (nonverbale Kommunikation) stärker als auf die ausgesprochene Botschaft.
  • Kognitiv hochsensible Menschen besitzen ein starkes, intuitives ‚Gefühl‘ für Logik und für ‚Wahr oder Falsch‘. Sie denken häufig in sehr komplexen Zusammenhängen und sind auch zu lateralem und multiperspektivischem Denken fähig. Oftmals sollen sie besondere Begabungen auf wissenschaftlichem oder technischem Gebiet besitzen und zu Perfektionismus neigen wie auch leicht Probleme bei der Vermittlung ihrer vielschichtigen Gedanken bekommen, wenn ihr komplexes Denken und die Vermittlung ihrer Schlussfolgerungen die Kommunikation im Alltag erschwert.

Quelle: Auszüge aus WIKIPEDIA

 


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