Aspekte zur Astrologiekritik:

 

 

1) Wissenschaftliche Studien, welche Astrologie widerlegen sollen

 

Nach längerer, intensiver Beschäftigung mit Astrologie kriegt man einen handfesten Evidenz-Beweis nach dem anderen.

Einige Studien, die sich kritisch zur Astrologie stellen, sind im wissenschaftlichen Sinne schwer ernst zu nehmen, da sie von Menschen durchgeführt wurden, welche sich mit der äußerst differenzierten und vielschichtigen Materie nicht oder wenig auskennen. 

 

Ich durfte mich im Psychologiestudium ausführlichst mit wissenschaftlichem Arbeiten auseinander setzen.1

Gute wissenschaftliche Studien sind ein sehr schwieriges Unterfangen. Es gibt enorm viele Fehlerquellen2, die sich einem regelmäßig nicht sofort oder gar nicht offenbaren.

Wenn man sich ein bisschen mit wissenschaftlichem Arbeiten auskennt, ist eine (von vielen) Mindestvoraussetzungen für eine gute Qualität der Studie (v.a. bei komplexen Fragestellungen, wie z. B. auch der Astrologie), dass man über die Materie, welche man untersuchen möchte, so gut wie es nur irgend geht, bescheid weiss.

Darauf baut eine gute Studie auf und dies schafft die Voraussetzung, dass sie dann nachvollziehbar und prüfbar ist und hat, was sie haben soll - Beweiskraft.

 

Es ist im Grunde absurd, dass jemand eine astrologische Studie mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit unternimmt, welcher über Astrologie nicht annähernd bescheid weiss.

Entsprechend ist die Aussagekraft dann leider auch.

 

Ernstzunehmende Untersuchungen zeigen nur für Teile der astrologischen Konzepte Signifikanzen. Sie zeigen vor allem auch, dass eine angemessene Hyothesenbildung und Operationalisierung eben wegen der Komplexität und Vielschichtigkeit der Astrologie für eine empirisch-wissenschaftliche Untersuchung eine enorme Herausforderung darstellt. 

Solche Probleme gibt es bei wissenschaftlichen Untersuchungen außerhalb der Astrologie im übrigen ebenso.

Ich bin überzeugt davon, dass in der Meisterung dieser Herausforderung der Schlüssel liegt, Astrologie eindeutig auch nach aktuellem Wissenschafts-verständnis3 zu beweisen.

 

 

___________________________________________________

1 Die moderne akademische Psychologie bemüht sich sehr, dem zeitgemäßen Wissenschaftsanspruch, dass alles meßbar, quantifizierbar und empirisch nachprüfbar sein muss, zu entsprechen. Das äußert sich auch darin, dass qualitativ und quantitativ im Studium sehr viel Wert darauf gelegt wird, den StudentInnen "Wissenschaftliches Arbeiten" beizubringen. Das war bundesweit an (fast) allen Uni`s während meines Studiums so. Das wird dem Gebiet der Psychologie in Wahrheit in dieser einseitigen Form ja auch nicht wirklich gerecht - nebenbei bemerkt.

Aber darauf will ich nicht hinaus. Ich wusste das vorher und gestehe, ich habe in der Schule gerne Mathe gemacht. Ganz unbedarft bin ich mit solchen Dingen also nicht.

 

2 Z. B. Fehler in den Kontrollgruppen, man mißt gar nicht, was man messen will oder zu ungenau, Meßwerkzeug birgt selbst Fehlerquellen, z. B. Psychologische Tests, Fragebögen.

 

3 Auch wenn man die moderne Definition von "Wissenschaft" hinterfragen kann.

 

2) Warum sind biologische oder astrologische Zwillinge nicht genau gleich?

 

Hierzu ist schon Verschiedenes geschrieben worden.

 

Bei den astrologischen Zwillingen ist eine naheliegende Erklärung, dass die Lebensumstände nicht die gleichen sind, in welchen die Personen mit weitgehend identischen Horoskopen aufwachsen (z.B. im gleichen Ort zur gleichen Zeit geboren).

 

Bei den biologischen Zwillingen ist natürlich zunächst anzuführen, dass eine nicht genau identische Geburtszeit von schon wenigen Minuten zu großen Veränderungen führen kann. 

Der Aszendent kann ein anderer sein, was im Grunde je nach Gesamthoroskop schon so große Veränderungen bewirken kann, dass dies als Erklärung ausreicht. Das Horoskop ist eine systemische Einheit. Ändert sich ein Faktor, v. a. wenn er so gewichtig ist, wie der Aszendent, beeinflusst dies alle anderen Faktoren in der Deutung. Das Ganze ist mehr als die Summe seine Teile. Die Qualität der Ganzheit kann sich komplett ändern, ändert sich ein oder gar mehrere wichtige Faktoren.  

Dies betrifft dann als nächstes die Verschiebung der Häusergrenzen, was auch durch wenige Minuten Unterschied in der Geburtszeit der Fall sein kann. Die Häuserherrscher sind dann andere, sowie ihre Beziehungen zueinander und zu anderen Horoskopfaktoren. So ließe sich dies in immer feinere Deutungsebenen und Faktoren im Horoskop fortsetzen, welche sich hierdurch verändern können, da letztlich alle Faktoren zusammenhängen.

 

Was jedoch, wenn mit minimalen Unterschieden in der Geburtszeit keine Verschiebung des Aszendenten oder der Häusergrenzen einhergehen?

Die obige Erklärung verliert dann an Überzeugungskraft, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Es wird unklarer, unsicherer, ob die geringen Unterschiede, welche im Horoskop dann noch bleiben, erklären, warum die Personen oder ihr Lebensweg doch so verschieden sind. Dies kommt vor, auch wenn häufig bei Zwillingspaaren die Parallelen beeindrucken - aber eben nicht immer!

 

Es liegt mir am Herzen, hier auf etwas hinzuweisen, um zu einem besseren Verständnis der Astrologie und mehr Klarheit beizutragen.

Im Grunde ist es eigentlich "banal", aber wird in den Erklärungen zu Unterschieden bei biologischen oder astrologischen Zwillingen oft nicht angeführt. 

 

Der Informationsgehalt eines Horoskops bezieht sich auf eine bestimmte Dimension unseres Daseins, die 12 im Universum vorhandenen energetischen Schwingungsarchetypen - die Tierkreiszeichen (die es natürlich in sich haben).

Sie stellen die 12 Urprinzipien im Kosmos für eine bestimmte sehr existentielle Daseinsebene dar (siehe auch unter Astrologie ist eine Symbolsprache).

 

Das Horoskop zeigt aber nicht alle Aspekte, die den Menschen prägen oder ausmachen!

Man kann nicht alles im Horoskop sehen!

 

 

Am deutlichsten wird dies beim Geschlecht des Menschen. Dies sehe ich im Horoskop nicht.

Ich sehe auch nicht die konkrete Umgebung, in welcher jemand geboren wird. Ich sehe nicht den Bewusstseinszustand oder Reifegrad der/s Geborenen, mit welchem er/sie die innewohnenden Qualitäten ihres/seines Horoskops angeht. (Bitte nicht als Wertung verstehen, der "Reifegrad" kann ja auch innerhalb einer Person bei verschiedenen Themen variieren.)

Durch meinen eigenen Lebensweg, die Arbeit als Psychologin seit immerhin 22 Jahren und durch meinen spirituellen Werdegang habe ich ein bisschen eine Ahnung bekommen, wie unfassbar vielschichtig und komplex wir Menschen und unser Dasein ist.

Ich gehe schwer davon aus, dass hier noch weitere Faktoren als die oben (in gelb) genannten eine Rolle spielen, welche wir mit unserem rationalen Verstand nicht mal erahnen können, dass dann schließlich genau dieses süße Wesen, in diesem Moment an diesem Ort, so wie es ist, die Welt erblickt. Einflüsse, die das Horoskop nicht zeigt, aber sehr wohl eine Rolle spielen, in welche Form sich die urprinzipiellen Qualitäten konkretisieren. Vereinfacht heißt dies, das Urprinzip Blume kann verschiedene Formen annehmen. Der Schütze kann sich als Pastor, Philosoph, Reisender oder allgemeiner Wahrheitssucher inkarnieren.

 

 

Also: Zwei gleiche Horoskope - verschiedene weitere nicht-astrologische Einflüsse - relative Unterschiede bei den Personen!

 

 

 

Weitere Aspekte in Bearbeitung

 

 


Anrufen

E-Mail